4000 v. Chr.
3000 v. Chr.
Jungsteinzeit im Braunschweiger Land *

Bildrechte R. Kasties

Die ältesten Fundplätze mit der für das Altneolithikum typischen Linienbandkeramik (ca. 5500-5000 v.u.Z.) liegen in Werlaburgdorf-Lietfeld und Wülperode. Die folgende Stichbandkultur (ca. 4900-4500 v.u.Z.) ist mit einer Hockerbestattung in Wehre sowie mit einem Grabhügel bei Klein Vahlberg, Lkr. Wolfenbüttel vertreten. Die Rössener Kultur (4500-4300 v.u.Z.) - im Übergang zum Mittelneolithikum liegend - ist ebenfalls in Werlaburgdorf greifbar.

Das Mittelneolithikum beginnt im Braunschweiger Land mit der Schöninger Gruppe, die zeitlich nach der Rössener (4300 v.u.Z.) und vor der Baalberger Kultur (1. Hälfte 4. Jts.) aufgestellt ist. Die Schöninger Gruppe weist Bezüge und Anklänge zu den im Südosten und Süden Deutschlands beheimateten Kulturen (z.B. Michelsberger) und der mittelgebirgischen Wartberger Kultur auf.

Die jungneolithitische Baalberger und die Michelsberger Kultur (4400-3500 v.u.Z.) kommen nur vereinzelt vor (Werlaburgdorf). Letztere stammt aus Regionen südlich und westlich des Braunschweiger Landes und war bis Ostfrankreich verbreitet. Anstelle der Michelsberger finden sich im Braunschweiger Land Fundplätze der Trichterbecherkultur (4200-2800 v.u.Z.), z.B. in Werlaburgdorf.

Spätneolithisch sind die Siedlungsanlagen der Walternien- und Bernburger Kultur (ca. 3500-2700 v.u.Z.) in Werlaburgdorf-Lietfeld, die Megalithgräber in Liebenburg und Bredelem sowie die Kugelamphorenkultur (ca. 3100-2700 v.u.Z.) am Fundplatz Werlaburgdorf und als Nachbestattungen in Liebenburg.

Das Endneolithikum (sog. Becherkulturen) beginnt mit der Schnurkeramik (2800-2200 v.u.Z.) (Fundplätze Im Lah/Neuenkirchen, Liebenburg) und endet mit der Glockenbecher- (2600-2200 v.u.Z.) und Einzelgrabkultur (2800-2300 v.u.Z.) (Fundplatz Wedingen).

* Stark vereinfachte Gliederung und verkürzte Darstellung.