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Die Jungsteinzeit - Neolithikum - (ca. 5500-2000 v.u.Z.) ist die Epoche, in der die wohl wichtigste und nachhaltigste Veränderung in der Lebensweise des Menschen eintrat. In der Jungsteinzeit fand der Wandel von der Wirtschaftsstufe der Jäger und Sammler mit Nichtsesshafter Lebensweise zu Ackerbau und Viehzucht statt. Damit verbunden war die Sesshaftwerdung des wirtschaftenden Menschen.
Es entstanden feste, von Menschen geschaffene Siedlungen, Ackerflächen wurden erschlossen, Wildtiere domestiziert, Haustiere (Rind, Schaf, Ziege, Schwein) und Ackerpflanzen gezüchtet. Dieser Wandel war so grundlegend, dass er zu Recht die Bezeichnung "Neolithische Revolution" trägt.
Die wichtigsten Anbaufrüchte waren Dinkel, später auch Weizen und Gerste, Haustiere lieferten Milch, Fleisch, Wolle, Häute etc.

Neolithische Häuser waren langgestreckt, konnten zwischen 5-7 m breit und 10-35 lang sein, waren aus Holz errichtet, mit Lehm abgedichtet und mit Stroh, Ried oder Baumrinde gedeckt. Die Siedlungen bestanden aus lockeren Gehöftgruppen.
Die Jungsteinzeit wird unterteilt in Alt- (ca. 5500-4500 v.u.Z.), Mittel- (ca. 4500-4000 v.u.Z.), Jung- (ca. 4000-2700 v.u.Z.), Spät- (ca. 3500-2800 v.u.Z.) und Endneolithikum (ca. 2800-2000 v.u.Z.). Dementsprechend gibt es eine Abfolge und auch Gleichzeitigkeit von zahlreichen Kulturen, die teilweise europaweite Verbreitung fanden. Dies ist u.a. ein Beleg dafür, dass schon umfangreiche Wanderbewegungen, kultureller und technischer Austausch (z.B. über Wanderhandwerk) und Handel stattfanden.
Die drei jüngsten neolithischen Stufen werden wegen der Verwendung von Kupfer als Werkstoff zusammengefasst und gelten, abhängig von Zeit und Region, bereits als Kupferzeit. In der sog. Kupfersteinzeit vollzog sich der Übergang zur Bronzezeit...weiter
Jungsteinzeit im Braunschweiger Land »»»
© R. Kasties |