1799
1815 n. Chr.
Napoleon I. und Deutschland

Die Regierungszeit Napoleon I. Bonapartes war eine Zeit des Umbruchs. Die französische Revolution 1789 hatte zuvor für Begeisterung und Hoffnung unter den Bürgern und einfachen Menschen, aber für Ablehnung und Furcht unter den europäischen Machthabern gesorgt. Er war aber nicht allein ein Diktator, sondern auch ein bedeutender Reformer und schuf beispielsweise 1807 mit dem Code civil - dem Bürgerlichen Gesetzbuch ein bis in die Gegenwart wirkungsmächtiges Werk.

© R. Kasties

Außenpolitisch war diese Epoche - von der Friedenszeit von 1802 bis 1805 abgesehen - von Kriegen dominiert, die sich über ganz Europa erstreckten. Diese Kriege gegen Frankreich in der Folge der Französischen Revolution werden auch die "Koalitionskriege" genannt, da in ihnen immer neue Koalitionen europäischer Mächte gegen Frankreich kämpften - fünf der insgesamt sechs Koalitionskriege richteten sich gegen das Frankreich unter Napoleons Herrschaft.

Nach der Zerschlagung des Alten Reiches 1806 wurde die Staatenlandschaft Deutschlands von dem Sieger neu geordnet. In den besetzen Gebieten wurden zum Teil französische Vasallenstaaten gegründet - so wie das 1807 gegründete Königreich Westphalen, welches der Kaiser seinem Bruder Jérôme unterstellte.

Doch trotz Reformen (Abschaffung der Leibeigenschaft, Einführung der Gewerbefreiheit, Gewaltenteilung, Gleichberechtigung und einer Verfassung) regte sich Widerstand im Land und 1813 begannen die sogenannten "Befreiungskriege", die mit der endgültigen Niederlage Napoleons 1815 bei Waterloo ihr Ende fanden

Bis dahin war das Leben vieler junger Westphalen bestimmt wurde von Trommelschlag, Pulverdampf und dem Leben im Felde...

Ein besonderes Highlight in der Präsentation dieser Epoche wird 2011 die Darstellung der zeitgenössischen Reiterei unter dem Militärhistoriker Uwe Welther sein.

Die berittene Kavalleriegruppe aus dem Großraum Ostwestfalen, stellt in ihrer Freizeit das Alltagsleben in den Armeen der napoleonischen Zeit dar.

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